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Babyblues und Postpartale Depression

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Babyblues und Postpartale Depression

Es kann vorkommen, dass eine Mutter nach der Geburt unter Stimmungsschwankungen von Euphorie bis Verzweiflung leidet und somit das glückliche Ereignis zu einem Albtraum ausartet. Unsicherheiten und Gefühlsschwankungen können sich, wenn die Früherkennung einer Postpartalen Depression nicht stattfindet, in kurzer Zeit zur ausgewachsenen Krisen entwickeln.

Der Babyblues 

Es handelt sich beim Babyblues um starke Stimmungsabfälle oder Gemütsschwankungen direkt nach der Geburt des Kindes. Etwa die hälfte der Mütter sind davon betroffen. Dieser Zustand sollte, im normalen Verlauf, nach spätestens 2 Wochen vorüber sein. Hier ist es besonders wichtig sich von Arzt oder Ärztin beraten zu lassen, damit eine etwaige Postpartale Depression rasch erkannt oder ausgeschlossen werden kann.

Die Postpartale Depression

Vom Phänomen der Postpartalen Depression (auch Wochenbettdepression genannt) sind nicht nur Mütter, sonder auch des öfteren die Väter betroffen. Eine rasche Diagnose und die proffessionelle Hilfe können bei der Lösung dieses Problem ein grundlegene Rolle spielen. Schon das geringste Anzeichen sollte die Betroffenen dazu bewegen so schnell wie möglich zu agieren.

Mehr als 15 der Frauen sind von der Postpartalen Depression betroffen
„Wir freuen uns, die Geburt unseres Kleinen bekannt geben zu können…“ Die Geburtsanzeige ist formell. Die Eltern waren überglücklich. Auf dem Höhepunkt der Emotionen. Und doch verbirgt sich hinter dem schönen Bild für viele Mütter eine andere Realität.
«Sie sollten glücklich sein, aber 15 bis 20 Prozent der Frauen sind von Depressionen betroffen », erklärt Mathilde Morisod, zuständige Ärztin für die Kinderpsychiatrische Abteilung im Kantonsspital des Kanton Waadt.

Sehr oft wird dieses Phänomen unterdiagnostiziert, weil Scham und Schuldgefühle groß sind. 
Es ist schwer sich der Gefahr auszusetzen, die Umgebungseuphorie zu verderben. „Die Mütter sprechen oft nicht mit ihrem Partner darüber“, beobachtet Frau Morisod. Dann findet alles zwischen Mutter und Kind statt und die Beziehung kann sich sehr schnell negativ entwickeln." 
Natürlich ist davon die gesamte Familie betroffen. Über die Belastung der Väter und deren allfällige Depressionen sind Studien im Gange, die auf der Seite Väter und die Postportale Depression verfolgt werden können.

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Geburt, posttraumatischer Stress

Generell ist die Geburt eine belastende Erfahrung. "6 bis 9% der Frauen erleben posttraumatischen Stress. Auch wenn alles gut läuft", analysiert Antje Horsch, Professorin an der Universität in Lausanne. "Bei einer Komplikation wie einem Notkaiserschnitt oder einem Frühgeborenen steigt dieser Anteil auf 25 %. "

Posttraumatischer Stress verursacht Albträume, Rückblenden im Zusammenhang mit der Geburt. Der Babyblues ist ein kurzer Einbruch, eine mildere Form als eine postpartale Depression , die einsetzt und sich mit der Zeit zu schlimmerem entwickeln kann. Ohne Grund zu weinen, traurig zu sein, sich überfordert zu fühlen, sind einige der Hauptsymptome. „Man muss mutig sein um Hilfe zu bitten, mahnt Hélène Tinguely, Ernährungsberaterin. "Zögern Sie deshalb nicht, einen Bluttest zu machen und Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen, um Ihre Vitalität wiederzuerlangen. Die Konsultation eines Psychologen und die Einnahme von Medikamenten, sind wirksame Lösungen um eine gesunde und friedliche Beziehung zu ihrem Kind und Ihrem Umfeld wieder herzustellen".

Achtung zerbrechlich
Eine hormonelle Umstellung, fehlende familiäre und soziale Unterstützung sowie große Müdigkeit erklären teilweise eine postpartale Depression. Die Risiken steigen, wenn die Mutter in der Vergangenheit bereits an einer Depression gelitten hat . Am Ende ihrer Kräfte hält sie trotz allem durch "Eine Mutter kann ihre Müdigkeit minimieren", bemerkt Hélène Tinguely. Auch wenn sie sich oft nicht mehr konzentrieren kann, weil das Baby Omega 3 direkt aus ihrem Gehirn gezogen hat, hat sie möglicherweise einen Eisenmangel. Dabei ist sie vielleicht moralisch am Ende und versucht, so gut es geht, mit einem Lächeln durchzuhalten. "

Indem sie sich ohne Interaktion, ohne Lust oder Verlangen darum kümmert, bedroht eine Mutter das emotionale Gleichgewicht ihres Kindes .
Kleinkinder können Ess- und Schlafstörungen entwickeln, reizbar oder umgekehrt zu "Lieb" sein. "Um der Entwicklung psychischer Probleme wie einer Wochenbettdepression vorzubeugen, braucht man Hilfe, die die Mutter sowohl emotional als auch bei alltäglichen Aufgaben unterstützt“, sagt Frau Horsch. Die Mutter kann sich einer Psychotherapie unterziehen, die die Mutter-Kind-Bindung stärk. Auch Gespräche mit anderen Eltern, die ähnliche traumatische Ereignisse erlebt haben, können zu einem positiven Erbgebnis führen. "

Wie so oft, gilt auch hier: Gut schlafen, gut essen, Sport treiben und sich Zeit für sich selbst nehmen. Das stärkt einerseits das Selbstvertrauen und kann andererseits verlorene Energie zurückbringen. Es ist eine Abfolge von kleinen Schritten, die es ermöglichen, den Geschmack am Lebens wiederzugewinnen und sanft wieder aufzutauchen.

Das Thema bleibt heikel. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass zunehmend Spezialisten und Strukturen die sich mit dieser Thematik auseinandersetzen zur Verfügung stehen. Wichtige Informationen zu diesem Thema finden Sie auf: Verein Postpartale Depression Schweiz

Quelle: François Jeand’Heur für vaudfamille.ch

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Adressen

Ambulantes Zentrum für Psychosomatik

Die frauenspezifischen Spezialangebote umfassen Folgendes:

• Diagnostische Abklärungen von psychischen Problemen im Zusammenhang mit Erkrankungen aus den Bereichen der Gynäkologie und Geburtshilfe
• Konsiliarische Mitbetreuung in Zusammenarbeit mit Geburtshelfern und Gynäkologen
• Beratungen und Zweitmeinung
• Psychiatrisch-pharmakologische Behandlung unter Berücksichtigung der Besonderheiten während Schwangerschaft und Stillzeit
• Psychotherapeutische Behandlungen
• Paar- und Familiengespräche
• Sozialberatung und Begleitung
• Möglichkeit zur ambulanten und stationären Behandlung
• Premiumangebot im zusatzversicherten Bereich

> Affoltern

Spital Affoltern Ambulante Psychotherapie

Im Ambulatorium des Spitals Affoltern werden Eltern während einer postpartalen Krise ambulant bzw. Mütter während oder nach ihrer stationären Behandlung auf der Mutter-Kind-Station des Spitals psychotherapeutisch behandelt.

> Thalwil

Verein Postpartale Depression Schweiz

Ziele und Tätigkeiten
Der Der Verein «Postpartale Depression Schweiz» hat zum Ziel, Personen in der Schweiz zu helfen, welche unter postpartalen psychischen Erkrankungen leiden sowie deren Angehörigen.

Ausserdem versteht sich der Verein als Anlaufstelle für Fachpersonen der frühen Kindheit, der psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlung und anderen Unterstützern junger Familien. Die Aufgaben, die der Verein zur Sicherstellung dieser übergeordneten Ziele wahrnimmt, sind auf der Webseite ersichtlich.

> Wetzikon

Zentrum für Psychosomatik und Psychotherapie Wetzikon

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