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Via Ferrata - Klettersteig

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Via Ferrata - Klettersteig

Immer mehr Familien wählen den Klettersteig als neue Möglichkeit, die Berge zu entdecken. Kleine Kinder können Berge besteigen, die ihnen bisher verwehrt waren. Aber wo liegen die Grenzen unserer Kinder, wie weit darf man gehen, wie kann man den Klettersteig sicher und vor allem respektvoll begehen? 

Einige allgemeine Informationen
Ein Klettersteig ist nicht harmlos, schon gar nicht für Kinder. Wir neigen ein wenig dazu, Klettersteige unter dem Deckmantel der Sicherheit und Leichtigkeit zu verharmlosen und zu relativieren. Dabei ist ein Schwierigkeitsgrad AD = AD für Erwachsene ist nicht derselbe für ein Kind. Alle wahrgenommenen Dimensionen werden von Kindern in einem ganz anderen Maßstab wahrgenommen.

Klettersteige sind dennoch bei weitem weniger anspruchsvoll als herkömmliche Klettertouren. Das vorhanden sein von bestehenden (und gesicherten) Griffen, Leitern, Stiegen, Stahlseile und Sicherungshaken gibt einerseits das nötige Vertrauen, kann aber nicht über die Nervliche und Körperliche Anstrengung für ungeübte Kletterer oder Kinder hinwegtäuschen. 


Die Technik
Besorgen Sie sich einen speziellen Gurt für Kinder, da die Gurte von Erwachsenen möglicherweise nicht ausreichend dämpfen und im Falle eines Sturzes sehr schwere Verletzungen verursachen.

Stellen Sie sicher, dass Sie die Handhabung von Karabinern und sogar des Sicherungsseils am Boden üben und wiederholen (siehe nächster Punkt).

Praxis
Planen Sie einen Klettersteig mit Auswegsmöglichkeit während des Aufstiegs; die anfängliche Sicherheit und Gewissheit muss nicht immer von Dauer sein!

Ruhe: Häufigere Pausen mit ausreichender Ernährung und Flüssigkeitszufuhr.
Zeit: Multiplizieren Sie die vorgegebene Laufzeit mit 1,5, um den Rhythmus und die Eigenschaften des Kindes zu berücksichtigen.

Mental
Wahrnehmung: Kinder nehmen Ereignisse ganz anders wahr als Erwachsene; erinnern Sie sich daran, wie eine heute harmlose Münze Ihnen mit 7 Jahren als riesig erschien?

Kinder erleben verstärkte Emotionen. Sie laufen Gefahr von ihnen überwältigt zu werden.
Ein Kind ist kein Miniatur-Erwachsener, schon gar nicht in Bezug auf seine geistigen Fähigkeiten; es hat seine eigenen Eigenschaften, die unbedingt berücksichtigt werden müssen; Adultomorphismus ist ein Trugschluss, auch in der Via Ferrata; ein Kind ist in allem ein Neuling, während ein Erwachsener seine Erfahrungen von einem Bereich auf einen anderen übertragen kann.

Erlauben Sie dem Kind, sich in seiner proximalen Entwicklungszone zu bewegen, d.h. man kann es ein wenig drängen, aber unter Berücksichtigung seiner aktuellen Kompetenzen; überfordern Sie es nicht oder schlagen Sie ihm vor, Schritte im Voraus zu überspringen; wichtig in den Bereichen Konzentrationsfähigkeit (zeitlich geringer), Umgang mit Emotionen (weniger rational), Umgang mit Stress (weniger differenziert).

Achten Sie auf Stresssignale: Beschwerden, Verspannungen, Blockaden, Weinen, ...; Zeichen seiner aktuellen Grenzen.

  • Die Motivation des Kindes für einen Klettersteig kann intrinsisch sein (sie kommt aus ihm selbst, aus seiner Lust, seiner Freude an der Bewältigung einer Klippe) und ist in diesem Fall solide und sollte nicht in Frage gestellt werden.
  • Sie können auch extrinsisch sein (um den Eltern eine Freude zu machen, aus Stolz, um es ihnen gleich zu tun, um Erwartungen zu erfüllen). In diesem Fall sind sie nicht unbedingt ausreichend, um alle ihre Fähigkeiten zu mobilisieren und könnten bei der ersten Schwierigkeit zerbröckeln.

Schlussfolgerung
Für das Kind ist es wichtig:

  1. Vertrauen und das Gefühl der Kontrolle zu erlernen, nicht die Angst.
  2. Die Freude an der Bewegung, der Gesellschaft und der Kontrolle zu erleben; nicht die Angst vor der nächsten Schwierigkeit.
  3. Die Höhe, die Anstrengungen und ihre Anforderungen mit Respekt zu erfahren, mit einer positiven Konnotation, die das Kind wiederholen möchte; das abschließende "Nie wieder" des Klettersteigs ist ein schlechtes Omen für die weitere Praxis...

 
Was die Beziehung zwischen Eltern und Kind betrifft:
Man kann sagen, dass sie oft von dem mehr oder weniger gesunden und bewussten Ehrgeiz der Eltern geprägt ist, dass ihre Kinder das nachholen, was sie selbst nicht geschafft haben; dieser Effekt der Übertragung von Erwartungen von einer Generation auf die andere kann zu erheblichen Fehlentwicklungen führen. Die Sorge, dass ihr Kind etwas Außergewöhnliches tut, ihr Ego befriedigt und die Familienflagge hochhält, erlaubt manchen Eltern Exzesse, die wenig mit der Realität ihres Kindes zu tun haben.

Vor allem sollte das Absolvieren eines Klettersteigs ein einschneidendes Erlebnis sein, das Sie und Ihre Familie über Jahre hinaus beschäftigen wird. Gemeinsam erlebter Nervenkitzel und die unsagbare Befriedigung der Zusammengehörigkeit sollte nie aus dem Fokus kommen. Dabei ist das Ankommen weit weniger wichtig als das, was auf dem Weg passiert. 

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