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Einzelkind?

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Einzelkind?

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Wie erziehe ich ein Einzelkind?
Wenn Sie, warum auch immer, ein Einzelkind haben, begegnen Ihnen Phänomene, die Eltern mehrerer Kinder gar nicht kennen.

Wir sind nie alleine: Ganz klar – es gibt Themen, die gehen Ihr Kind nichts an. Dafür müssen Sie Freiräume schaffen. Erklären Sie Ihrem Kind, dass es Dinge gibt, die unter Erwachsene gehören. Wenn es Ihrem Kind schwerfällt, sich alleine zu beschäftigen, sorgen Sie für ein geeignetes Programm. Alternativ könnten Sie natürlich auch warten, bis das Kind schläft. Aber ganz ehrlich – vielleicht sind Sie dann selbst müde. Es ist also nötig, dass Sie auch Erwachsenenzeiten am Tag haben. Das bedarf sicher etwas Übung, gelingt aber mit der Zeit.

Das Kind braucht Rückzugsräume: Genau diese Konstellation kann sich auch andersherum ergeben. All Ihr Fokus liegt auf einem Kind und Sie sind nie in der Situation, sich um ein anderes Kind kümmern zu müssen. Respektieren Sie, wenn Ihr Kind sich aktiv zurückzieht.

Das Kind wird zum Egoisten: Natürlich sind Sie geneigt, Ihrem Kind alle Wünsche zu erfüllen und Ihre Bedürfnisse dauerhaft hintenan zu stellen. Machen Sie sich aber bewusst, dass Sie Ihrem Kind damit keinen Gefallen tun. Im Gegenteil – spätestens im Kindergarten oder in der Schule wird es massive Probleme bekommen, weil es ein solcher Egoist ist. Sorgen Sie regelmäßig für Situationen, in denen Ihr Wille durchgesetzt wird, selbst wenn es gar nicht dringend nötig ist. So lernt Ihr Kind, dass auch andere Menschen Wünsche und Bedürfnisse haben.

Sorgen Sie für Freunde

Schon Kleinstkinder schätzen den Umgang mit Gleichaltrigen, denn daraus können sie viel lernen. Wenn Sie also mit Ihrem Einzelkind in Baby- und Kindergruppen gehen, sorgen Sie früh für einen sozialen Umgang.
Auch später sollten Sie Freundschaften fördern. Ihr Kind kann so Dinge wie Teilen und Rücksicht lernen.

Seien Sie ein gutes Vorbild

Sorgen Sie für einen guten gegenseitigen Umgang und bestärken Sie Ihr Kind in positiven Verhaltensweisen. Leben Sie ihm selbst einen guten Umgang vor. Wenn Ihr Kind immer nur erlebt, dass Sie auf Ihren eigenen Vorteil bedacht sind – wie sollte es ein anderes Verhalten zeigen?

Erziehen Sie Ihr Kind zur Selbstständigkeit

Gerade Eltern von Einzelkindern neigen dazu, ihrem kleinen Liebling alle Probleme aus dem Weg zu räumen. Sie meinen das sicher nicht böse, aber Sie verhindern damit auch kleinste Erfolgserlebnisse. Nehmen Sie Ihrem Kind also nicht alles ab, selbst wenn es dann schneller geht. Drängen Sie Ihrem Kind auch keine Ratschlä-ge auf, es sei denn, Sie werden darum gebeten. Ermutigen Sie Ihr Kind, Dinge selbst zu probieren und loben Sie die Fortschritte. Gerade Einzelkinder neigen dazu, schnell Hilfe einzufordern à la »Ich kann das aber nicht.« Ermutigen Sie es mit »Probier es bitte.« Wenn Ihr Kind es dann geschafft hat, können Sie es mit einem Satz wie »Siehst du, wenn man nicht sofort aufgibt, schafft man vieles.« bestärken.

Ihr Kind ist nicht das Zentrum der Welt

Machen Sie durch Ihr Verhalten klar, dass Ihr Kind nicht das Zentrum der Welt ist. Es muss lernen, dass es seinen Willen nicht immer durchsetzen kann. Bleiben Sie verhältnismäßig und lassen Sie es auch nicht frustriert zurück.

Wenn Sie diese Tipps beherzigen, wird aus Ihrem Einzelkind durch Ihre Erziehung ein wunderbares Mitglied der Gesellschaft.

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Adressen

> Baden

la fontana quinte

Sexualberatung, Einzel- Paar- Kinder- und Jugendtherapie, Autogenes Training, Hypnosetherapie, Rückführungstherapie.

> Zürich

Fachschule Viventa

Das breitgefächerte Angebot der Fachschule Viventa unterstützt, begleitet und stärkt Mütter, Väter und weitere Bezugspersonen in ihrer wertvollen Aufgabe mit Kindern und Jugendlichen.

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