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Elternratgeber: So macht man Kindern gesunde Ernährung schmackhaft

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Elternratgeber: So macht man Kindern gesunde Ernährung schmackhaft

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Süssigkeiten, Pizza und fettige Burger. Ohne Anregungen von aussen würden sich die meisten Kinder ungesund ernähren. Gerade im Kindesalter entscheidet gesunde Ernährung aber über die körperliche und geistige Entwicklung. Wie bringen Eltern dem Nachwuchs am besten ein gesundes Ernährungsverhalten nahe?

Was heisst überhaupt gesund?

Zu viel Zucker ist logischerweise ungesund. Dasselbe gilt für zu viel Fett und zu viele Fertigprodukte. Doch was genau macht gesunde Ernährung für Kinder aus? Die Schweizer Gesellschaftfür Ernährung rät bis zum Eintritt in die Pubertät zu ausgewogener Mischkost. In ihren Grundbausteinen unterscheidet sich gesunde Ernährung für Kinder kaum von gesunden Ernährungsgewohnheiten für Erwachsene. Aufgrund von Wachstumsprozessen benötigen Kinder allerdings einige Nährstoffe im Unterschied zu ihren Eltern in grösserer Menge. So beispielsweise Proteine, Vitamin D und Calcium. Zur gesunden Ernährung der gesamten Familie bietet sich die Orientierung an der Schweizer Ernährungspyramide an. Als Eckpfeiler empfehlenswerter Ernährungsgewohnheiten gelten.

  • der reichliche Verzehr energiefreier Getränke, vielfältiger Gemüse- und Obstsorten sowie ballaststoffhaltiger Produkte aus Vollkorngetreide oder Hülsenfrüchten.
  • der regelmässige, aber massvolle Konsum von Milchprodukten, Fisch und Eiern.
  • der sparsame Genuss von Fetten, Ölen und Fleisch.
  • der stark begrenzte Verzehr süsser und fettiger Snacks.

Mit der Orientierung an diesen Grundsätzen fällt gesunde Ernährung leicht. Gemüsearten wie Brokkoli, Fenchel und Kohl stehen ebenso auf einem gesunden Speiseplan für Kinder wie Pilze, Äpfel, Thunfisch und Getreide. Vielfältige Gerichte, die aus frischen Zutaten selbst gekocht werden, bilden die Grundlage gesunder Ernährungsgewohnheiten. Übrigens haben Kinder im Vergleich zu ihren Eltern einen höheren Energiebedarf. Söhne zwischen 15 und 19 Jahren zum Beispiel brauchen durchschnittlich 2600 Kilokalorien am Tag.

Acht Tipps zur gesunden Kinderernährung

Zugegeben: Die wenigsten Kinder lassen sich ganz ohne Tricks für gesunde Ernährung begeistern. Fordert man etwas von ihnen, reagieren sie oftmals stur. Ihr Interesse muss geweckt werden. Am besten gemeinsam mit den Kleinen regelmässig gesunde Gerichte zum Selberkochen aussuchen und diesen Vorgang möglichst spielerisch gestalten. Zum Beispiel in Form einer Gerichtauswahl nach Lieblingsfarbe oder einer ausgewürfelten Gerichtentscheidung. Subtile Motivationsstrategien lohnen somit in Ernährungsfragen eher als Verbote und Gebote. Wichtig ist in diesem Kontext

  • als Eltern eine Vorbildfunktion in Sachen Ernährung zu erfüllen.
  • für feste Mahlzeiten zu sorgen.
  • Kinder früh mit der Vielfalt an Lebensmitteln in Kontakt zu bringen.
  • das Interesse entdeckungsfreudiger Kinder mit gemeinsamen Kochabenteuern und Lebensmittelexperimenten zu wecken.
  • Kinder direkt in Ernährungsentscheidungen mit einzubeziehen (von der Lebensmittelwahl bis hin zur Zubereitung).
  • die Wichtigkeit gesunder Ernährung nachvollziehbar zu machen.
  • den Nachwuchs am gewissem Alter selbst einkaufen und kochen zu lassen.
  • Essen unter keinen Umständen als Erziehungsmittel zu verwenden.

Schwieriges Essverhalten – ein Grund zur Sorge?

Schon im frühen Kindesalter ist eine gesunde Verdauung und Nährstoffversorgung unersetzlich. Leider machen es Kinder ihren Eltern nicht immer leicht. Die Kleinen zeigen oft Phasen eher schwierigen Essverhaltens. Manche nehmen über Monate hinweg nur bestimmte Lebensmittel zu sich und ernähren sich dadurch einseitig. Nährstoffdefizite entwickeln die meisten von ihnen trotzdem nicht. Auffälligkeiten im Hinblick auf die Essgewohnheiten sind für Heranwachsende normal und in der Regel vorübergehend. Mit etwas Geduld gibt sich das Problem meist von selbst. Bei Gewichtsproblemen sollten Eltern dagegen möglichst früh eingreifen. Andernfalls drohen ernährungsbedingte Erkrankungen wie Diabetes. Notfalls können zur Abwendung solcher Erscheinungen Ernährungsberater zu Rate gezogen werden.

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