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Wenn Glücksspiele den Spielenden beherrschen und das Surfen im Internet zum Zwang wird, spricht man auch hier von Sucht. Die soziale Isolation sowie finanzielle Probleme, sind nicht zu unterschätzen.
Doch das Internet birgt gerade für Kinder und Jugendliche weitere Gefahren. Insbesondere in Chats, versuchen Pädophile mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt zu kommen und sie sexuell zu bedrängen oder gar zu missbrauchen.
Spielsucht Spielen gehört zur menschlichen Natur, Kinder lernen durch das Spiel soziales und gesellschaftliches Verhalten. Erst das Glücksspiel, das mit Geld gespielt wird, in dem der Zufall über Gewinnen oder Verlieren entscheidet, kann zur Spielsucht führen. Menschen die Spielsüchtig sind, werden durch das Glücksspiel beherrscht, können nicht aufhören, obwohl bereits das ganze Geld verspielt ist, vernachlässigen die Familie und den Beruf und verschulden sich massiv.
Internet Rund 6% der Internetuser in der Schweiz gelten als internetsüchtig oder sind gefährdet es zu werden. Insbesondere virituelle Spielwelten, Chats, Newsgrous, Sex- und Pornografieseiten bergen das grösste Suchtpotential. Schritt für Schritt entfernt sich ein Internetsüchtiger von der realen Welt, die ihn/sie umgibt und taucht immer häufiger in die Cyber-Welt ein. Die Auswirkungen auf das soziale Umfeld bleiben nicht aus; es kann bis zum Jobverlust oder zur Trennung der Partnerschaft führen.
So schützen Sie Ihr Kind Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die sichere Benützung des Internets, insbesondere der Chats. Gerade in Chats, versuchen Pädophile mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt zu treten. Doch auch Jugendliche machen sich strafbar, wenn Sie verbotene Pornografie, wie Kinderpornografie, herunterladen.
Die Schweizerische Kriminalprävention gibt Broschüren heraus, die Eltern und Jugendliche über den sicheren Umgang mit Chats informieren. click it! nennt sich diese Broschüre und ist unter der folgenden Adresse erhältlich: www.stopp-kinderpornografie.ch
Grundsätzlich gilt:
- Im Internet nie seinen richtigen Namen, seine Adresse, Telefonnummer, Schule oder persönliche Bilder weitergeben.
- Man kann nie wissen, mit wem man es in einem Chat wirklich zu tun hat. Nur weil die Person sagt sie sei 13 Jahre alt, muss sie es noch lange nicht sein!
- Muss man sich für einen Chat mit Adresse und Telefonnummer anmelden, hat man 2 Möglichkeiten:
- Man lässt den Chat sein.
- Man fälscht seine Angaben, denn es kann leicht passieren, dass diese Angaben für alle ersichtlich werden.
- Unerwünschte Gesprächsteilnehmer blockieren.
- Das Passwort niemandem verraten.
- Der Nickname darf keine Rückschlüsse auf die wahre Person zulassen. Kinder und Jugendliche sollten Namen wie "suesse13" oder "coolerBoy12" vermeiden, da diese Täter und Täterinnen besonders ansprechen.
Wichtig:
Sollte Ihr Kind Opfer von sexueller Gewalt im Internet werden, hat es nichts falsch gemacht! Unterstützen Sie Ihr Kind, sprechen Sie mit Ihm und suchen Sie falls nötig eine Opferberatungsstelle auf. Chat-Gespräche können Sie per Screenshot (gleichzeitig die "Alt-Taste" + "Prnt-Scrn-Taste" drücken) oder durch Kopieren des Gesprächs in ein Word-File speichern.
Speichern Sie NIE kinderpornogragraphisches Bildmaterial oder sonstige illegale Pornografie, auch nicht als Beweismaterial. Sie machen sich dadurch strafbar!
Schreiben Sie den kompletten URL, Angaben über Zeit und Datum des Auffindens, die genaue Bezeichnung der betroffenen Newsgrpoups, Dateien oder Angebote, Nicknames, E-Mail-Adressen und den Gesprächsinhalt auf ein Stück Papier auf oder kopieren diese in ein E-Mail und wenden Sie sich an eine der aufgeführten Stellen.
Die Nationale Koordinationsstelle zu Bekämpfung von Internetkriminalität nimmt solche Meldungen entgegen.
Unterstützen Sie Ihr Kind im Umgang mit dem Internet und lassen Sie es nicht alleine. Besuchen Sie gemeinsam die Chaträume Ihres Kindes, lassen Sie sich von ihm diese/seine Welt erklären und näher bringen. So sind Sie über die Chaträume, in denen Ihr Kind verkehrt informiert und können es auf einen sicheren Umgang aufmerksam machen. Chatten Sie mit und verdeutlichen so, dass man nie weiss mit wem man im Chat kommuniziert. |