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Das Wochenbett bezeichnet die ersten 6 bis 8 Wochen nach der Geburt. In dieser Zeit erholt sich der Körper von der Geburt und Sie gewöhnen sich langsam an Ihre neue Rolle als Mutter. Stellen Sie sich auf eine intensive Zeit ein, in der Sie bis an Ihre Grenzen gefordert werden.
Es wird empfohlen, das Baby nach Bedarf zu stillen. Dies kann zu Beginn alle 2 Stunden sein – also auch in der Nacht. Gewöhnen Sie sich an den Gedanken, mit wenig Schlaf auszukommen, und reduzieren Sie Ihr Programm auf ein Minimum. Sie, Ihr Partner und Ihr Baby benötigen jetzt viel Ruhe und Raum, um sich an die neue Situation zu gewöhnen. Gerade das Stillen wird zu Beginn viel Zeit in Anspruch nehmen. Versuchen Sie, die Besuche in den ersten Wochen kurz und reduziert zu halten. Alle möchten das neue Baby willkommen heissen. Planen Sie die Besuche gut und sagen Sie es, wenn es Ihnen zu viel wird.
Legen Sie vor der Geburt einen Stock an haltbaren Lebensmitteln an und gefrieren Sie Suppen, Spaghettisaucen und ähnliches ein, damit Sie sich schnell und einfach ein warmes, ausgewogenes Essen zubereiten können, ohne lange in der Küche zu stehen.
Der Wochenfluss (Lochien) Unmittelbar mit der Geburt beginnt der Wochenfluss, der ca. 3 bis 6 Wochen andauert. Die Stelle, wo die Plazenta an der Gebärmutter befestigt war, blutet nach deren Ablösung für diese Zeit nach. Durch die Rückbildung der Gebärmutter nimmt der Wochenfluss kontinuierlich ab. Die Rückbildung wird durch die Ausschüttung von Oxytocin, einem Hormon, das beim Stillen des Babys produziert wird, unterstützt. Bei stillenden Frauen dauert darum der Wochenfluss meist weniger lang. Dabei darf es Sie nicht erstaunen, wenn sich der Ausfluss während des Stillens verstärkt. Denn das Stillen bewirkt, dass sich die Gebärmutter zusammenzieht und die Flüssigkeit auspresst.
Der Ausfluss ist zu Beginn rot und meist stärker als bei der Menstruationsblutung, wird dann rasch weniger und verändert die Farbe über rosa zu bräunlich, zu bernsteinfarbig und farblos zum Schluss. Der Ausfluss riecht etwas muffig, darf jedoch nicht stark unangenehm riechen.
Ein strenger, unangenehmer Geruch sowie eine Verstärkung der Blutung weisen auf eine Infektion hin. Teilen Sie eine solche Veränderung sofort Ihrer Hebamme mit. |