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PäPKi®-Förderung für Babys bis Erwachsene

Notre expert

PäPKi®-Konzept


Das PäPKi®-Konzept (Pädagogische Praxis für Kindesentwicklung, Urheberin: Dr. Wibke Bein-Wierzbinski) steht für ein ganzheitliches Förderkonzept, bei dem die Entwicklungs- und Lerntherapie nach PäPKi® mit den Tätigkeitsfeldern von Pädagogen und Medizinern näher zusammenrücken, um eine bestmögliche Förderung des Kindes zu bewirken. Die Therapie ist seit 1993 in Deutschland wohl bekannt und weit verbreitet. In der Schweiz wird sie seit 2007 angeboten.


Der Fokus ist dabei auf die körperliche Reifung und Entwicklung des Kindes gerichtet: In den ersten 12 bis 18 Lebensmonaten durchläuft das Kind den sogenannten neuromotorischen Aufrichtungsprozess, welcher für die spätere Entwicklung und die kognitive Leistungsfähigkeit von sehr grosser Bedeutung ist. 

Treten in dieser frühen Phase Abweichungen von diesem Aufrichtungsprozess auf (z. B. fehlender Mundschluss, Verweigerung der Bauch- und/oder Rückenlage oder wenig Aktivität in Rückenlage, Kopfgelenksdysfunktionen, Schiefhals, Auslassen von Entwicklungsschritten wie z. B. Ellbogen-Becken-Stütz, Krabbeln uvm.) führen sie zu "Lücken" im neuromotorischen und sensorischen Fundament. Verhaltens- und Lernauffälligkeiten (Funktionelle Entwicklungsstörungen) sind häufig die Folge.

Alle Lernbemühungen finden dann auf einem wackeligen, sensomotorisch des integrierten Fundament statt. Ein nur ständiges Wiederholen von Lerninhalten führt selten zu einer lang anhaltenden Besserung. Frustration, Enttäuschung und Verlust des Selbstwertgefühls können die Folge sein.

Funktionelle Entwicklungsstörungen

  • "Zappelphilipp-Syndrom"
  • Hyperaktivität (ADHS)
  • Aufmerksamkeitsdefizite (ADS)
  • Sprachentwicklungsverzögerung (Lispeln, Stottern, fehlender Mundschluss, etc.)
  • Wahrnehmungsstörungen
  • Grob- und feinmotorische Defizite
  • Leseschwäche
  • Rechtschreibschwäche
  • Rechenschwäche
  • Verkrampfte Stifthaltung
  • Konzentrationsprobleme
  • Verhaltensauffälligkeiten (anhänglich, aggressiv, etc.)
  • Prüfungsangst
  • Blockaden der Wirbelsäule
  • KISS (Kopfgelenk-induziertes-Symmetrie-Syndrom)
  • Schiefhals
  • Einnässen, Einkoten
  • Schreibaby
  • Speibaby
  • Koliken
    uvm.


Förderung nach PäPKi®
Der Schwerpunkt der Therapie liegt in der Diagnostik und Behebung von möglichen körperlichen Unreifen und Auffälligkeiten (neuromotorische Aufrichtungsdefizite), welche unter anderem in Verbindung mit vorhandenen Lern- und Verhaltensauffälligkeiten stehen. 

Neuromotorische Aufrichtungsdefizite lassen sich im Alltag unter anderem beobachten an krummen und unruhigen Sitzpositionen, eventuell mit Sitzkyphosen, eingeschränkter Kopfbeweglichkeit, Kopfgelenksdysfunktionen, unrundem Gangbild mit innenrotierten Beinen, Knick-Senk-Füßen, unreifen Augenbewegungen, verkrampften Stifthaltungen sowie auch an undeutlicher Aussprache, Zungenfehlstellungen und fehlendem Mundschluss. 

Im Mittelpunkt der PäPKi®-Förderung steht das nachträgliche Trainieren des neuromotorischen Aufrichtungsprozesses in Form von gymnastischen Bodenübungen unter elterlicher Aufsicht zu Hause. Die aktive Mitarbeit der Eltern ist daher eine Grundvoraussetzung für den Therapieerfolg.

Und so verläuft die PäPKi® Therapie
In der Regel erfolgt eine ausführliche schriftlichen Anamnese-Erhebung und anschliessend eine umfassende Abklärung. Hier werden die frühkindlichen Reflexe, Reaktionen bzw. die Ersatzmotorikmuster, Koordination, Gleichgewicht, Blickmotorik, etc. getestet. Bei Babys wird insbesondere darauf geachtet, ob sie sich altersgerecht entwickeln. 

Abgestützt auf die ausführliche Befunderhebung werden dann entsprechend angepasste Übungen mit dem Kind und einem 

Elternteil bzw. Erwachsenen eingeübt. Je nach Alter sollen die Übungen täglich für 4 - 8 Wochen geturnt werden. Der tägliche Zeitaufwand beträgt nur ca. 10 Minuten.

Die PäPKi®-Therapie eignet sich für Säuglinge (ab 4. Lebenswoche) bis Erwachsenenalter.

Dieser Artikel wurde von Susanne Biasio redigiert. 

 

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